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Leben, leiden und lieben mit der “Katze”

Der eine oder andere mag sich schon gefragt haben, wie es so mit einem Jaguar E-Type ist? Die fragenden Blicke an der Tankstelle oder vor dem Cafe schwanken zwischen “oh schau mal, ist der schön” bis zu “was der wohl säuft und wahrscheinlich steht er mehr in der Werkstatt als in der Garage”.
Wenn sich dann der Beobachter entschließt, mich mit einer Frage zum Auto anzusprechen, bin ich auch gerne bereit, diese zu beantworten. “Nein, den gibt nicht als 8-Zylinder”; “was sie für einen V12 halten ist nur der DOHC-Zylinderkopf meines Reihensechsers”. “Verbrauch? So um die 15 l/100km.” Nun, das Auto hat auch viel Zeit am Anfang in der Werkstatt verbracht. Es war ein typischer Blender, der offensichtlich in den USA eine gemeingefährliche “Restauration” bekommen hat und folglich, nachdem das auffällig wurde, in eine 2-jährige Restauration gemündet ist. Das war von 1989-2001. In der Zwischenzeit kamen weitere Arbeiten dazu und vor ca. 5 Jahren habe ich ein Original Hardtop erstanden, das anpassen und ich Wagenfarbe lackieren lassen habe. Etliche Optimierungen sorgen dafür, dass ich zuverlässig unterwegs bin und auch heutigen Verkehrsbedürfnisse standhalten kann.
Wenn das Wetter schön ist und ich das Verdeck nach hinten werfe, dann beginnt das Lieben. All die Mühe und der Aufwand haben sich gelohnt, wenn man mit Verve malerische Landstraßen im Voralpenland unter die Räder nehmen kann und die vorzüglichen Fahreigenschaften, den Sound, den Wind im Gesicht und den Blick über die lange Haube genießen kann. Einmalig!

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12 responses to Leben, leiden und lieben mit der “Katze”

  1. Hi Rainer. Wunderschönes Auto.
    Mir fallen viele Fragen und Kommentare ein, aber was mich als erstes interessiert und ich mich schon seit Jahren Frage: bekommt man heute noch Aufkleberkennzeichen? War’s schwierig?

  2. Ich bin nicht sattelfest mit Serie 1, 2 und 3, aber das ist ein S1, richtig?

  3. Aufgesetzte Bleche und Polyester-Spachtel drüber?
    Oder noch schlimmer?

  4. Ui, gleich drei Fragen!

    Johannes: ja, auf das Klebekennzeichen bin ich stolz! War auch ein ganz schöner Akt, eines zu bekommen. Jede Zulassungsstelle behandelt das nach eigenem Gusto. In Düsseldorf habe ich eines bekommen, nachdem ich ein Schreiben von Jaguar vorgelegt habe, dass das Auto aus technischen Gründen eines benötigt. Öffnen der Haube und Überhitzung waren die Argumente. Umgezogen nach Frankfurt hieß es, dass ich eine Sondergenehmigung vom Regierungspräsidium Darmstadt bräuchte… – hab ich besorgt, haben die dann trotzdem nicht gemacht! Im Landkreis Heilbronn habe ich das mit der Geschichte aus Düsseldorf (Foto) und der Sondergenehmigung aus Darmstadt mit sehr freundlicher Nachfrage ausnahmsweise genehmigt bekommen. Das bleibt nun bis zum Sankt Nimmerleinstag drauf. Bei Umzug wird für “Kennzeichen behalten” optiert!

    Sabine: vollkommen richtig, es ist ein früher 4,2 OTS Serie 1 von Februar 1965. Serie 1 hat Glasabdeckungen auf den Scheinwerfern.

    Norbert: Karnickeldraht und Spachtel ist schlimm aber im Vergleich regelrecht harmlos. Bei mir waren die Innenschweller komplett verrottet, neue Außenschweller aufgeklebt und genietet und eine Bodenwanne angelötet. Der Kardantunnel war längs durchgesägt, damit die Bodenwanne einfach drunter gepaßt hat. Es hätte mir passieren können, dass ich wie Fred Feuerstein während der Fahrt auf einmal mitlaufen hätte können! Wahnsinn!

  5. klasse Auto! Einer meiner all-time Favourites.
    Aber wie die Zeit vergeht… 2 jährige Restaurierung begonnen 1989 und schwupps ist es schon 2001 😉
    Würd ich ja gerne mal im Vergleich zum 11er fahren!

    LG, Peter

    • Da kommt mir die Idee, dass wir genau das mal ausprobieren könnten …

    • ups,

      ja so wie es da steht, war es länger… und tatsächlich hat sich die Sache ordentlich gezogen. Die Karosserie wurde in England bei Martin Robey gemacht. Wir sind inzwischen von Luxembourg nach Deutschland gezogen und als ich dann mal bei restaurierenden Betrieb in Luxembourg nachgefragt habe, wie denn so der Stand wäre, war man dankbar, dass ich mich gemeldet habe, denn das Auto war fertig und keiner wusste mehr, wem es gehört…
      Vergleich 911? Ich hatte zwei. Allerdings waren das 964 und 996er. Ersterem trauere ich nach. Ein tolles Auto mit Leistungsplus von Roock. Allerdings schon mit Airbag, Servolenkung und ABS. Man kann die beiden Autos schlecht vergleichen. Der Porsche hat konzeptionsbedingt die bessere Traktion, die Balance des Jaguars ist besser. Der Porsche dreht oben raus freier und braucht Drehzahlen. Der Jaguar zieht von unten raus wie ein Büffel, was das Roadstern sehr souverän macht.

  6. Are there any pictures left from the restoration?
    I used google to translate your story to Italian, I hope I got that right … you were tricked by a fake restoration and did it all again?

  7. Only a few. Somewhere in a shoebox. Yes, I had to spend time and money into redoing the car. Currently it is in the workshop for minor repair work (fluids, ignition cables, wheel alignment…).

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