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Windschutzscheibe nachdichten, Beispiel 911

This article is part of a series:
  1. Fensterheber im 911 G-Modell
  2. Saturday Morning Maintenance
  3.   Windschutzscheibe nachdichten, Beispiel 911
  4. Fensterheber im 911 G-Modell, jetzt wirklich

Mein Carrera-Pflegekind ließ zuletzt bei ausgiebigen Handwäschen mit dem Hochdruckreiniger ein paar Schnapsgläser Wasser auf die Beifahrerfußmatte tropfen. Hauptverdächtiger war die Dichtung der Windschutzscheibe. Mit originalen Scheiben und originalen Dichtungen sollte das nicht passieren, aber wer weiß schon, was in all den Jahren verbaut wurde. Außerdem spielen hier Toleranzen eine Rolle und wenn man bei 911-Besitzern herum fragt, zeigt sich, dass die meisten nachträgliche Maßnahmen ergriffen haben.

Meine Strategie war, die Scheibe nicht heraus zu nehmen, sondern die Dichtung außen sowohl glas- als auch karosserieseitig mit Spezialdichtmasse zu hinterspritzen.
Fürs erste ist das Problem damit behoben, hier die einzelnen Schritte:
– Es ist wohl am Ende eine Frage der persönlichen Vorliebe, ob man Zeit ins nachträgliche Beseitigen von überschüssiger Dichtmasse investiert oder vorher in Abkleben. Ich habe abgeklebt, nicht zuletzt, um nicht den schönen Lack zu zerkratzen.

– Für die Radien in den Ecken verwendet man Kurvenband vom Lackierer, ansonsten tut’s Tesa Krepp.

– Scheibendichtmasse ist dauerelastisch. Es gibt Produkte, die zwar vollständig abbinden, aber elastisch bleiben, andere bleiben nach dem Trocknen kaugummiartig zäh und etwas klebrig.
– Von Teroson gibt es beide Arten, die Nummern sind 4120 (elastisch) und 4100 (klebrig zäh)
– 4100 hat die Eigenschaft, dass es nirgends besser anhaftet als auf sich selbst. Man kann mit dieser Dichtmasse daher in den Fingern ein Kügelchen formen und Reste von Gummi und Lack einfach abtupfen.

Was auf diese Art nicht abgeht, bekommt man mit der guten alten Fingerrubbel-Methode ab.

Hier der Link: https://www.amazon.de/gp/product/B002XUQZJ0/ref=as_li_tlie=UTF8&camp=1638&creative=6742&creativeASIN=B002XUQZJ0&linkCode=as2&tag=imodeler121&linkId=84664c1a94e515ce432824c90bf53a86
– Die Dichtmasse kommt in einer Kartusche mit spezieller Spitze, die sich relativ leicht unter das Dichtungsgummi schieben lässt. Ein bisschen Sauerei lässt sich nicht vermeiden und sobald man den Bogen raus hat, ist man auch schon fertig.

Scheibe dicht!


7 responses to Windschutzscheibe nachdichten, Beispiel 911

  1. botox für den porschi 😜

  2. interessante Idee! Hat die Fensteraufnahmekehle bereits Ablauflöcher oder sind das Rostlöcher wenn’s reintropft?

  3. @kartfahrer
    Mach mir keine Angst! Ich habe nicht rein geschaut, aber ich glaube nicht, dass da Rostlöcher sind. Irgendwann läuft halt die Kehle über, bzw. wenn die Undichtigkeit auf der Scheibenseite der Dichtung ist, läuft’s so oder so rein.

  4. kann auch gut sein, ich hab damit (noch) keine Erfahrung 🙂

  5. Das kenn ich von meinem 964er (den ich leider nicht mehr habe). Rechts unten hatte sich eine Rostblase gebildet, unter dem Gummi. Habs die Werkstatt machen lassen. War auch nicht billig, mit Windschutzscheibe raus, Rostentfernung, Lackaufbau…

    • @E-Type
      Ja, das Problem ist, dass die Ersatzscheiben nicht gut passen. Wenn die Eckradien etwas größer sind, geht die Scheibe viel einfacher rein, aber es bleibt auch mehr Luft zwischen Gummi und Karosserie bzw. Scheibe.
      Bei meinem 2.7er mit Originalscheibe war nach dem Dichtungswechsel alles auf Anhieb dicht, ohne jede Dichtmasse.

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